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Kuriose Windows XP und Vista Probleme einfach beheben
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Freitag, den 31. Juli 2009 um 08:49 Uhr

Manchmal verhält sich Windows schon sehr merkwürdig, ganz plötzlich ist eine Funktion nicht mehr da, wo man Sie erwartet oder ein Ordner im Explorer sieht plötzlich anders aus. Nur allzu oft kann man sich dann aber partout nicht mehr daran erinnern, ob und was man getan hat, dass sich Windows nun so verhält. Irgendeinen Grund muss es ja geben, schließlich hat Windows ja kein Eigenleben - oder doch?

Im Folgenden werden ein paar alltägliche Probleme angesprochen und eine schnelle Hilfe zu deren Beseitigung geschildert. Es wird dabei nicht wirklich auf die Ursache eingegangen, sondern nur auf die schnelle Lösung des Problems.

Dateinamen werden bei Miniaturansicht nicht mehr angezeigt

Dieses Problem hat mich schon schier in den Wahnsinn getrieben, bis ich endlich eine Lösung gefunden habe (mittlerweile weiß ich sogar die Ursache dafür).

Um das Problem zu beheben, machen Sie einfach folgendes:

  • Öffnen Sie einen beliebigen Ordner.
  • Dann öffnen Sie den Ordner mit den fehlenden Bildunterschriften mit gedrückt gehaltener Shift-Taste.
  • Danach Shift-Taste loslassen und in einen anderen Ordner wechseln.
  • Danach den vorherigen Ordner nochmals öffnen und - voilà, die Bildunterschriften sind wieder da. Dieser Trick funktioniert unter XP und Vista gleichermaßen.

Ältere Programme unter Vista ohne Adminrechte zum Laufen bringen

Manche älteren Programme kommen mit den eingeschränkten Rechten unter Windows Vista einfach nicht klar. Der Einfachheit halber können Sie natürlich einfach die Benutzerkontensteuerung in Vista deaktivieren und mit einem Administrator Konto arbeiten. Dazu würde ich aber nicht raten, es gibt auch andere Möglichkeiten.

Manche Programme müssen nach der Installation nur einmal mit Administrator Rechten gestartet werden, damit alle Registry-Einträge erstellt werden können. Um das Programm vorübergehend mit Administrator-Rechten zu starten, klicken Sie das Programm mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü Als Administrator ausführen. Danach sollte das Programm mit den vollen Rechten starten. "Spielen" Sie ein wenig mit dem Programm herum, um sicher zu gehen, dass auch alle Registry-Schlüssel erstellt werden. Wenn beim nächsten Starten ohne Administrator-Rechte immer noch Probleme auftauchen, versuchen Sie doch mal das Programm im Kompatibilitäts-Modus auszuführen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das Programm und wählen im Kontextmenü Eigenschaften aus. Dann wechseln Sie in den Reiter Kompatibilität. Hier können Sie z.B. Windows XP auswählen oder die Option Programm als ein Administrator ausführen aktivieren.

Vista lässt sich nicht mehr in den Ruhezustand versetzen

Dies ist auch eine Macke, für die ich einige Google-Recherchen anstellen musste, um auf die Lösung zu kommen. Problem war, dass ich die Datenträgerbereinigung ausgeführt hatte und dabei wurde die Auslagerungsdatei hyberfil.sys gelöscht. Ohne diese Datei kann Windows aber den Ruhemodus nicht aktivieren, da hier zuvor der Inhalt des Arbeitsspeichers abgelegt wird.

Sollte dies bei Ihnen auch passiert sein, oder die Datei wurde aus einem anderen Grund gelöscht, können Sie dies ganz einfach wieder beheben.

  • Starten Sie die Eingabeaufforderung mit Administrator-Rechten (Start > cmd in Suchfeld eingeben > cmd.exe mit rechter Maus anklicken > Als Administrator ausführen)
  • Geben Sie dann den Befehl powercfg -h on ein und drücken Enter.

Nun sollte der Windows Vista Ruhezustand auch wieder funktionieren und Sie können wieder mit Vista EnergiesparenZwinkern.

Warum wird der USB-Stick nicht erkannt?

Auch dieses Problem tritt hin und wieder mal auf. Plötzlich wird ein USB-Stick im Explorer nicht mehr angezeigt, obwohl er von Windows offensichtlich erkannt wurde. Die Ursache für dieses Verhalten liegt daran, dass Windows versucht einem Wechselmedium immer denselben Laufwerksbuchstaben zuzuweisen. Wurde dieser Laufwerksbuchstabe aber in der Zwischenzeit durch eine andere Partition der Festplatte oder durch ein Netzlaufwerk belegt, kann der USB-Stick im Explorer nicht mehr angezeigt werden. Leider bringt Windows von sich aus keinerlei Hinweis, dass der USB-Stick nicht erkannt wird oder nicht angezeigt werden kann.

Aber auch hier gibt es eine einfache und schnelle Lösung des Problems. Wechseln Sie über Start > Systemsteuerung > System und Wartung > Verwaltung zur Computerverwaltung (in der klassischen Ansicht der Systemsteuerung können Sie direkt auf Verwaltung klicken). Hier klicken Sie auf der linken Seite auf Datenträgerverwaltung. In der Übersicht im mittleren Teil des Fensters müssten Sie dann den USB-Stick erkennen, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Laufwerksbuchstabe und -pfade ändern. Mit einem Klick auf Ändern können Sie dann einen anderen freien Buchstaben zuweisen. Der USB-Stick sollte dann sofort im Explorer sichtbar sein.

Plötzlich ist der Windows Explorer langsam

Wenn Sie feststellen, dass der Windows Explorer auf einmal sehr viel länger braucht als gewöhnlich, um Dateien beispielsweise neu zu sortieren, dann könnte das mit der automatischen Indizierung zu tun haben. Sie sollten sich einmal die Anzahl der indizierten Elemente anzeigen lassen, klicken Sie dazu auf Start und geben im Suchfeld Indizierung ein. Klicken Sie dann auf den (hoffentlich) gefundenen Eintrag Indizierungsoptionen. Ganz oben wird dann die Anzahl der indizierten Elemente angezeigt, bei mir sind es zwischen 12.000 und 14.000 Elemente. Sollte hier eine wesentlich höhere Anzahl stehen, sollten Sie gleich darunter einmal genau prüfen, welche Ordner alle indiziert werden, bei mir wird beispielsweise auch Outlook mit indiziert.

Wenn Sie nun aber ein riesengroßes Postfach mit vielleicht weit über 10.000 Mails haben (kann ja heute durchaus vorkommen), dann sollten Sie Outlook vielleicht von der Indizierung ausschließen und den Index noch einmal neu aufbauen lassen. Klicken Sie dazu im gleichen Dialogfenster auf Erweitert und dann auf Neu erstellen.

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 22. August 2009 um 22:12 Uhr
 
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