|
Da sehr viele Schadprogramme wie Viren und Trojaner sich über Anhänge in E-Mails verbreiten, hat Microsoft ab Outlook 2000 SP2 einen Filter eingebaut, der Dateianhänge mit ausführbaren Programmen automatisch sperrt. Erhält man als Anhang eine Datei mit einer Endung wie z. B. .exe oder .vbs (und noch einige andere), wird diese von Outlook einfach ausgeblendet. Dies ist natürlich sehr sinnvoll, damit ein Benutzer nicht versehentlich eine solche Datei öffnet. Problematisch wird es allerdings, wenn man nun von einer sicheren Quelle eine ausführbare Datei zugesendet bekommt. Microsoft hat nämlich keine Möglichkeit vorgesehen, diesen Filter durch den Anwender auszuschalten.
Die einzige Möglichkeit den Filter dennoch zu deaktivieren, ist ein Eintrag in der Windows-Registry. Rufen Sie im Start-Menü die Funktion Ausführen auf und tippen Sie "regedit" ein und bestätigen mit OK. Alternativ können Sie auch den Shortcut Win + r drücken, um den Ausführen-Dialog aufzurufen.
Seien Sie vorsichtig bei Manipulationen an der Registry. Falsche Eintragungen können fatale Auswirkungen auf die Funktion und Stabilität des Rechners haben!
In der Registry navigieren Sie zum Ordner:
HKey_Current_User/Software/Microsoft/Office/10.0/Outlook/Security
Je nach installierter Office Version kann hier eine andere Versionsnummer stehen (8.0 11.0, 12.0), bei mehreren Einträgen wählen Sie die höchste Versionsnummer.
Hier prüfen Sie, ob ein Eintrag Level1Remove existiert, falls nicht, legen Sie ihn folgendermaßen an:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den rechten Teil des Fensters und wählen dann Neu > Zeichenfolge.
- Geben Sie dann die Bezeichnung
Level1Remove ein.
- Auf den soeben erstellten Eintrag machen Sie einen Doppelklick und geben als Wert durch Semikolon getrennt alle Dateiendungen an, die ausdrücklich erlaubt sein sollen, z.B.
exe;com;hlp.
Danach können Sie den Registry-Editor wieder schließen, nach einem Neustart des Rechners werden die Einstellungen aktiv.
Registry_level1remove
|