Haben Sie auch einen von diesen Rechnern, der schon beim Einschalten alle Computer Lüfter auf Hochtouren bringt? Sie können sich nicht mehr richtig konzentrieren wegen des nerv tötenden Lüfters? Dann wird es Zeit, dass Sie ihren Rechner leiser machen. Sie müssen dazu nicht gleich einen Neuen kaufen. Vieles kann man mit wenig Materialeinsatz und geringen Kosten selbst verbessern.
Lärmquellen aufspüren
Zunächst sollten Sie die Lärmquellen in ihrem Rechner aufspüren, ist es der Netzteillüfter, der Gehäuselüfter, die Festplatte, ...? Am besten machen Sie diesen Test bei ruhendem Desktop, d.h. bei Leerlauf. Öffnen Sie dazu das Gehäuse und versuchen Sie herauszuhören, welcher Lüfter am meisten Lärm macht.
Prinzipiell gilt die Regel: je kleiner der Lüfter, je höher die Drehzahl und desto größer der Lärm. Richten Sie Ihr Augenmerk also zunächst auf den CPU- und den Grafikkartenlüfter. Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie kurzzeitig zum Testen auch mal einzelne Lüfter abhängen. Bei Gehäuselüftern ist es im Allgemeinen kein Problem, schließlich haben Sie ja das Gehäuse noch geöffnet. Bei der CPU und der Grafikkarte sollte aber wenigstens ein großer Kühlkörper montiert sein, ansonsten kann es schnell zum Hitzetod kommen. Aber auch mit ausreichend großem Kühlkörper sollte der Lüfter nicht mehr als einige wenige Minuten ausgeschaltet sein.
Sind nun die Lüfter als Lärmquellen identifiziert worden, gilt der nächste Blick (oder vielmehr das nächste Hören) den Laufwerken. Festplatten können bei hohen Drehzahlen neben einem eventuellen Pfeifgeräusch auch das Gehäuse in Vibrationen versetzen, was sich dann mehr oder weniger in einem Brummen bemerkbar macht. Die Festplatte(n) muss für diesen Test natürlich auch auf Drehzahl gebracht werden, hierzu gibt es einige Test- oder Benchmarkprogramme wie beispielsweise CrystalDiskMark (Download: http://release.crystaldew.info/CrystalDiskMarkSetup; Webseite: http://crystalmark.info/?lang=en).
Optische Laufwerke wie CD-, DVD-Laufwerke oder Brenner können sich aufgrund der hohen Drehzahlen ebenfalls bemerkbar machen oder ähnlich wie Festplatten das Gehäuse in Schwingung versetzen. Hier ist es im Allgemeinen aber eher verkraftbar, da man in den wenigsten Anwendungsfällen permanent eine CD oder DVD im Zugriff hat. Allenfalls beim Abspielen eines Films von einer DVD mag man vielleicht auf diese Art der Hintergrundbeschallung verzichten. Hierzu kann aber schon eine einfache "Software-Bremse" wie beispielsweise das kostenlose Tool CD Bremse (Download: http://www.cd-bremse.de/cdbremse.htm) Abhilfe schaffen. Das Laufwerk wird einfach softwaretechnisch auf eine maximale Drehzahl begrenzt, natürlich mit Einbußen in der Leistung. Aber dies ist beim Abspielen einer Spielfilm-DVD in der Regel nicht weiter tragisch. Für Performance-Tests eignet sich das kostenlose Tool Nero DiscSpeed (Download: http://www.chip.de/downloads/Nero-DiscSpeed_13001704.html), welches auch der bekannten Nero Brennsuite beiliegt. Alternativ eignet sich auch Opti Drive Control (Download: http://www.cdspeed2000.com/download.html), dieses kann man 30 Tage kostenlos testen, bevor man eine Lizenz erwerben muss.
|